Vom 15. bis zum 24. Juli 2026 nahmen Nelson Okeke und Ich (Frederik Scholz) in einer mehrsprachigen Gruppe (vorwiegend deutsch, französisch und bosnisch) am Projekt des Volksbunds Kriegsgräberfürsorge „Against forgetting – the Suffering of Soviet prisoners of war” und der anschließenden „Youth Conference Against Forgetting“ in Ysselsteyn teil.

Unsere Reise begann in Köln, wo wir uns in zwei Tagen nicht nur kritisch mit historischen Stätten auseinandergesetzt haben – wobei mehrheitlich Bedenken bezüglich zu geringer Sichtbarkeit von Schauorten von Folter und Mord durch den Nationalsozialismus geäußert wurden –, sondern auch durch Rallys durch Köln und abendliche Freizeit einander kennenlernten.

In Rurberg bei Simmerath setzten wir uns dann näher mit dem örtlichen Kriegsgefangenen-Friedhof auseinander – sowohl physisch durch das Reinigen von Informations- und Namenstafeln als auch intellektuell über die Geschichten einzelner Opfer und kritischer Beleuchtung. So wurde dieser Friedhof ursprünglich angelegt, um weit abseits jeglicher Aufmerksamkeit zu liegen und die Geschichte in der Umgebung verdrängen zu können.

Zudem kamen informationsreiche Ausflüge nach nach Vogelsang IP und Aachen – oder wie der französischsprachige Teil der Gruppe sagen würde – „Aix-la-Chapelle“.

Auch Teambuilding wurde rund um den Rursee weiter betrieben, wie etwa durch das Bauen von Flößen in Kleingruppen mit mehr oder minder Erfolg.

Die Fahrt schloss sich auf dem Jugendkongress in Ysselsteyn, wo wir noch weitere Teilnehmer an Volksbundprojekten kennenlernten und in Workshops unsere Fähigkeiten als „Youth Ambassadors Against forgetting“ schärften, welche als Netzwerk über ganz Europa Projekte organisieren und Erinnerungskultur fördern sollen.

Es war eine lehrreiche, aber vor allem eine sozial erfrischende Fahrt an derer Ähnlichen ich mir gut vorstellen kann in Zukunft wieder teilzunehmen.

Frederik Scholz, Q2