
Wie sieht ein Herz eigentlich von innen aus? Wie fühlen sich Herzklappen an? Und wie pumpt das Organ ununterbrochen Blut durch unseren Körper? Diesen Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6A, 6C und 6D im naturwissenschaftlichen Unterricht (Nawi) auf den Grund. Im Zuge der Unterrichtsreihe zum Herz-Kreislauf-System der Humanbiologie stand ein ganz besonderes Highlight auf dem Plan: das Sezieren von echten Schweineherzen.
Ein Blick ins Innere der Natur
Für das gemeinsame Projekt kamen alle drei Klassen im Fachraum zusammen. Ausgestattet mit Skalpellen, Pinzetten und einer großen Portion Neugier untersuchten die Sechstklässler die Anatomie des Organs, das dem menschlichen Herzen verblüffend ähnlich ist. Es wurden Herzkammern geöffnet, Hauptschlagadern ertastet und die feinen Sehnen der Herzklappen bewundert. Für die Jugendlichen war es eine faszinierende Möglichkeit, die Theorie aus dem Lehrbuch direkt in der Praxis zu erleben und zu begreifen.
Spannende Alternativen im Nachbarraum
Da der direkte Kontakt mit tierischen Organen nicht jedermanns Sache ist, wurde im Vorfeld für ein alternatives Programm gesorgt. Schülerinnen und Schüler, die sich das Sezieren nicht zutrauten oder es aus ethischen Gründen ablehnten, forschten parallel im Nachbarraum. Sie führten spannende Nachweisreaktionen von verschiedenen Nährstoffen durch. So lernten alle Kinder am Ende des Tages gleichermaßen viel über die biologischen Abläufe in unserem Körper.
Ein großes Dankeschön an unsere Unterstützer!
Ein solch praxisnaher Unterricht ist nur durch externe Unterstützung möglich. Daher gilt unser ganz besonderer Dank der Landschlachterei Josef Schmitz aus Kirchenheim. Der Betrieb unterstützte das Emil-Fischer-Gymnasium bereits zum wiederholten Male bei diesem Projekt. Die Landschlachterei sammelte von zwei Schlachttagen insgesamt 30 Schweineherzen und überließ sie der Schule komplett kostenfrei.
Wir bedanken uns ganz herzlich für diese großartige Unterstützung, die unseren Schülerinnen und Schülern ein unvergessliches Lernerlebnis ermöglicht hat!
Sibylle Kausche

