Der Roman „Die Welle“ von Morton Rhue, 1981 erschienen, ist ein fester Bestandteil des Literaturkanons im Deutschunterricht. Obwohl das Werk vor über vierzig Jahren erschien, ist das Thema der Gruppenmanipulation nach wie vor brandaktuell. Genau davon konnten sich am Montag, den 19.06.2023 die Klassen 8a, 8c, 9d und die EF-Kurse Deutsch und Sozialwissenschaften im Jungen Theater Bonn überzeugen. In einer spannenden 120 minütigen Aufführung verfolgten die Schüler:innen die subtile Manipulation einer Schulgruppe durch ihren Lehrer. „Macht durch Gemeinschaft! Macht durch Stärke!“ lauteten die Prinzipien des Lehrers, mit denen er seine Schüler:innen immer mehr indoktrinierte und die Gruppe „Die Welle“ formierte. Zunehmend wurden diktatorische Gruppenprozesse und -regeln etabliert, die zur Ausgrenzung andersdenkender Schüler:innen führten.
Neben der mitreißenden schauspielerischen Darstellung, trug auch die moderne Überarbeitung des
Stücks, wie zum Beispiel die Diffamierung über Social Media oder die homophobe Diskriminierung, zur Aktualität und Bedeutsamkeit des Themas bei.
Am Ende der Vorstellung war von allen EFG-Schüler:innen ein durchweg positives Feedback zu hören. Wir können den Besuch dieser interessanten und großartig inszenierten Theatervorstellung nur weiterempfehlen!
(Fotos: Junges Theater Bonn, Fotografen Stefan Mager und Thomas Kilsch)
Autorin: Anna Allenbacher
