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Ausflug in die Tuchfabrik

Am 16. September haben wir, die Schülerinnen und Schüler derKlasse 9 B des EFG, die Tuchfabrik Müller in Kuchenheim besucht. Passend zu unserem aktuellen Thema „Die industrielle Revolution in Deutschland“ konnten wir dort Industriegeschichte hautnah erleben.

Nach einem stärkenden Frühstück im Klassenraum nahmen wir den drei Kilometer langen Fußweg auf uns und konnten schon von weitem den beeindruckenden Schornstein der Tuchfabrik sehen. Wir wurden von den Mitarbeitern, die uns in zwei Gruppen durch die Fabrik führten, freundlich empfangen. Die Führung war spannend, informativ und sehr beeindruckend, denn wir konnten die Maschinen in Aktion sehen.

Ob es der „Wolf“ war, in dem die Rohwolle zerkleinert wurde, die Färberei, die Krempelmaschinen oder schließlich die Spinnerei und die Webstühle – wir bekamen viel zu sehen, anzufassen und auch zu hören. Besonders der Webstuhl war ziemlich laut! Beeindruckt hat uns auch die Dampfmaschine, denn sie war das Herz der Fabrik, das alle anderen Maschinen antrieb. Der Heizer hatte einen schweren Job, um den wir ihn nicht beneiden…

Man hat sich gefühlt, als wäre man über 100 Jahre in die Vergangenheit gereist, weil alles noch von früher unverändert dastand. Man findet sogar noch Sachen vor, die die Menschen an ihrem letzten Arbeitstag, bevor die Tuchfabrik schloss, benutzt hatten.

Jetzt können wir uns tatsächlich vorstellen, wie aus einem Schaffell eine Decke, ein Mantel oder eine Hose wurde. Wer sich hierfür interessiert, sollte die Tuchfabrik einmal besuchen!

Feras, Mia, Leon, Jule und Fiona (9B)

1. Platz beim Schulradeln 2022

(Quelle: Stadt Euskirchen)

Unter dem Motto „Radeln für ein gutes Klima“ nahm das Emil-Fischer-Gymnasium in der Woche vom 13.06. – 03.07.2022 am Wettbewerb „Stadtradeln“ teil, bei dem es darum ging, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Jeder Kilometer zählte – erst recht, wenn man ansonsten selbst mit dem Auto gefahren wäre oder das „Elterntaxi“ hätte nutzen müssen.

Man kann den Menschen viel über die Vorteile des Radfahrens erzählen. Am wirksamsten überzeugt man sie aber, wenn sie für 21 Tage einfach mal selbst auf´s Rad steigen. Und das haben in diesem Jahr in Euskirchen insgesamt 270 aktive Radlerinnen und Radler aus 27 Teams getan und sind 57901 Kilometer geradelt. Somit konnten neun Tonnen Kohlenstoffdioxid vermieden werden. Ein tolles Zeichen für mehr Klimaschutz, Gesundheitsförderung und Radverkehrsförderung.

Das Emil nahm mit 25 Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern an der Aktion teil und legte auf dem Fahrrad 2315 Kilometer zurück. Die fahrradaktivste Klasse war die 9d mit 368 Kilometern, wovon Jannis Selmer alleine 333 Kilometer zurücklegte. Herzlichen Glückwunsch zu dieser herausragenden Leistung.

Die Freude war sehr groß, als das EFG für sein Engagement beim Schulradeln mit dem 1. Platz ausgezeichnet wurde und 1000 Euro Preisgeld in Empfang nehmen durfte. Bei einer schönen Feierstunde wurde die Urkunde von Herrn Bürgermeister Reichelt und der Mobilitätsmanagerin Frau Mäncher überreicht. Der Betrag soll den vielen Fahrradfahrer*innen am Emil zu Gute kommen und für die Verbesserung der Fahrradinfrastruktur an unserer Schule eingesetzt werden.  

(C. Steffin)

Chemie-LK sammelt Daten für die Kieler Universität

Plastic Pirates? Dies klingt wie eine großartige Aktion, um Schüler*innen am Ende doch nur zum Müllsammeln zu motivieren. Aber auf den zweiten Blick entpuppt sich „Plastic Pirates“ als anspruchsvolle und wissenschaftliche Studie der Universität Kiel zur Erkundung der Kunststoffbelastung von Fließgewässern. Plastikmüll und daraus entstehende kleine Plastikpartikel – „Mikroplastik“ genannt – können von Lebewesen aufgenommen werden, gelangen so in die Nahrungskette und vielleicht am Ende auch auf unseren Teller.

Die kommenden Abiturienten des Chemie-LKs nahmen sich des Projekts an, arbeiteten sich in die 48-seitige Anleitung gezielt ein, bereiteten die Expedition samt Hilfsmitteln ausreichend vor und führten die Sichtung und Einordnung der Kunststoffverunreinigung der Erft in Höhe Kessenich eigenständig durch. Klar, dass bei einer solchen Aktion nicht nur Sahnebonbons die Ufer der Erft säumten und hier und da auch eklige Funde – häufig Hygieneprodukte – bewegt und dokumentiert werden mussten (s. nebenstehendes Foto). Aber Plastik kann in diesen Situationen auch nützlich sein, nämlich als Einweghandschuh! Weiterhin erfasste der LK während der Aktion auch den im Fluss treibenden Müll sowie schwebendes Mikroplastik, das mithilfe eines trichterförmigen Netzes aufgefangen wurde. Hier zeigte sich aber nur eine minimale Belastung und auch treibender Müll wurde im Erfassungszeitraum nicht gezählt.

Hier ein Blick auf unsere Ergebnisse: https://www.plastic-pirates.eu/de/results/data/5662

 

Dennoch wunderten sich die Schüler*innen über den Müll am Ufer, der nicht nur durch die Flut oder ein Hochwasser angespült worden sein muss, sondern wohl auch häufig durch achtloses Wegwerfen entstand.

Die geringe Mikroplastikbelastung im fließenden Wasser der Erft ist für unseren Erftabschnitt zunächst eine gute Nachricht. Doch wie entwickelt sich die Belastung weiter flussabwärts? Hinter der Kläranlage in Kessenich z.B., wo geklärtes Abwasser unserer Stadt eingeleitet wird? Diese Fragen wird sich der LK in den Folgeprojekten der „Plastic Pirates“ widmen.

 

Das Plastic Pirates Projekts ist als sogenanntes Citizen Science Projekt angelegt, bei dem Schüler*innen aktiv bei der Erfassung und Auswertung von Daten beteiligt werden, wobei sie von einer Forschungseinrichtung – hierbei von der Forschungswerkstatt der Uni Kiel – unterstützt werden.

Konkret ging es um die Sammlung von Plastikmüll am Ufer der Erft und die Dokumentation der verschiedenen Arten des gesammelten Plastikmülls an unterschiedlichen Stellen eines Flussabschnitts. Die Daten werden schließlich in einer länderübergreifenden Citizen-Science-Aktion von der Kieler Forschungswerkstatt in eine größere wissenschaftliche Publikation eingebunden.

https://www.plastic-pirates.eu/de

 

 

Ansprechpartner: Dr. Hartmut Scheel