
Am frühen Morgen um 6:30 Uhr startete unsere Reise nach Amsterdam. Noch etwas verschlafen, aber voller Vorfreude, versammelten sich alle Teilnehmenden der Projektgruppe „Anne Frank“ auf dem Schulhof des Emil-Fischer-Gymnasiums. Nach einer knapp vierstündigen Busfahrt erreichten wir gegen 10:15 Uhr den Hafen Eik in Amsterdam – die Stadt begrüßte uns mit frischer Meeresluft und einem Hauch von Abenteuer.
Von dort aus machten wir uns auf einen kurzen Spaziergang durch die historischen Straßen Amsterdams, vorbei an den typischen Grachten und alten Backsteinhäusern, bis wir das Anne-Frank-Haus erreichten. Schon der Weg dorthin vermittelte einen ersten Eindruck von der besonderen Atmosphäre dieser Stadt.
Bevor wir das Museum besuchten, stand eine dreistündige Freizeit auf dem Programm. In kleinen Vierergruppen durften wir Amsterdam auf eigene Faust erkunden – ob beim Bummeln durch kleine Gassen, beim Probieren niederländischer Spezialitäten oder beim Staunen über die beeindruckende Architektur. Viele von uns nutzten die Zeit, um die lebendige Vielfalt der Stadt zu entdecken und besondere Eindrücke zu sammeln.
Um 14:15 Uhr trafen wir uns wieder am Anne-Frank-Haus. Nach einer kurzen Einführung begann zunächst ein Workshop, in dem wir uns intensiv mit der Geschichte der Judenverfolgung während des Nationalsozialismus beschäftigten. Besonders bewegend war der Moment, als wir auch über die jüdischen Opfer aus unserer Heimatstadt Euskirchen sprachen. Dadurch wurde uns bewusst, dass dieses dunkle Kapitel der Geschichte nicht nur fern, sondern auch Teil unserer eigenen Stadtgeschichte ist.
Im Anschluss folgte die Besichtigung des Anne-Frank-Hauses. Schritt für Schritt gingen wir durch die engen Räume des Verstecks, in dem Anne Frank und ihre Familie über zwei Jahre lang lebten. Es war still – viele von uns waren tief berührt. Die Originalzitate aus Annes Tagebuch ließen uns erahnen, mit wie viel Hoffnung, Mut und Angst sie ihren Alltag verbrachte.
Gegen 17:15 Uhr machten wir uns schließlich auf den Rückweg nach Euskirchen. Im Bus war es ungewöhnlich ruhig – viele dachten noch über das Gesehene und Gehörte nach.
Es war ein beeindruckender und lehrreicher Tag, der uns die Geschichte Anne Franks und die Bedeutung von Toleranz, Menschlichkeit und Erinnerung auf eine ganz besondere Weise nähergebracht hat.
Die Projektgruppe des Projekts „Anne Frank“
