
Am 4. Oktober ging es für zwei 8. Klassen im Rahmen der Biologie-Unterrichts an die renaturierte Erft, um dort das Gewässer zu untersuchen. In den vergangenen Wochen haben sich beide Klassen mit dem Thema Ökologie beschäftigt und nun sollten sie sich auch auf praktische Art und Weise dem Thema zuwenden.
An der Erft wurden sie neben Frau Kausche, Frau Pütz, Herrn Masuhr und Herrn Förster auch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Biologischen Station Gymnicher Mühle und dem Grünen Klassenzimmer Euskirchen begleitet und angeleitet. Bei der Untersuchung gab es zwei große Stationen.
Bei der einen Station haben die Schülerinnen und Schüler die Erft hauptsächlich von Außen betrachtet. Sie haben sich die Struktur und den Bewuchs des Ufers angeschaut, mit einem Eimer eine Wasserprobe geholt, auf Trübung und Geruch untersucht, chemische Nachweise durchgeführt und sich den Standort genau angesehen.
Bei der anderen Station wateten die Schülerinnen und Schüler mit Gummistiefeln in die Erft und gruben ihre Kescher (handelsübliche Küchensiebe) tief in den Randbewuchs des Ufers oder in die Gewässersohle ein, holten Steine heraus und untersuchten ihre Unterseite auf Tiere. Diese wurden dann aus den Sieben bzw. aus den Keschern in Wannen übertragen und zu den Binokularen transportiert, um sie vor Ort zu bestimmen.
Neben Eintagsfliegenlarven fanden die Schülerinnen und Schüler Egel, Köcherfliegenlarven, Schnecken, Wasserkäfer, Kleinlibellenlarven und Bachflohkrebse. Auch Jungfische sowie eine Groppe wurden gesichtet und teils gefangen. Alle Tiere wurden nach ihrer Bestimmung an der Fundstelle wieder ausgesetzt.
Das Resümee aus allen Untersuchungen ist, dass die Erftaue eine Güteklasse II erreicht (mäßig belastet). Es ist schön, sich an der renaturierten Erft aufzuhalten. Das Leben in und um die Erft scheint dort zu pulsieren. Ob nun die Tiere im Wasser, Eisvogel oder Graureiher und andere Vogelarten in der Luft oder die vielen Insekten um die Erft herum oder die Vegetationsexplosion: Die Erft bietet einfach ein tolles Untersuchungsgebiet für den Biologieunterricht am Emil und wird hoffentlich noch viele Generationen von Emilianerinnen und Emilianern für die Natur sensibilisieren oder gar begeistern.
Sibylle Kausche und Fabian Masuhr
