Im Rahmen der Projektwoche beschäftigte sich eine Gruppe mit der Abfallproblematik. Die Teilnehmer der Gruppe, die mit Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgängen 5 bis Q2 sehr gemischt war, erarbeitete mit Unterstützung von Frau Kausche und Herrn Masuhr Vorträge, PowerPoint-Präsentationen, Podcasts, Videos und Quiz- und Zuordnungsspiele zu verschiedenen Themenbereichen im Abfall-Kontext. So beschäftigten sich die Schüler mit Mülldeponien und ‑verbrennungsanlagen, mit Mülin den Weltmeeren und seinem Weg dorthin, Altkleidern als Abfall und dem Einsatz von Müll in der Bauindustrie und Mülltrennung. Sie stellten heraus, welche Risiken Abfälle für die Umwelt bieten können, aber auch die Chancen, die Müll als Rohstofflieferant oder Energiequelle bietet.

Am Mittwoch fuhr die Gruppe zur Müllverbrennungsanlage nach Köln-Niehl, wo wir von Herrn Dr. Arz, einem ehelmaligen Emilianer, eine Betriebsführung erhielten.

Bericht „In der Verbrennungslage“ von Lukas Quardt (5d)

„Wir, die Projektgruppe Müll, waren gestern in der Müllverbrennungsanlage in Köln-Niehl. Wir durften verschiedene Bereiche angucken.

Als erstes wurden wir von Herrn Arz sehr nett begrüßt, und dann wurde uns erklärt, wie wir uns verhalten sollten. Wir haben eine Warnweste und einen Helm bekommen und es ging auch schon los.

Zuerst sind wir bei der Führung in die Abfalllieferungshalle gegangen, und dort haben wir gesehen, wie der Müll ankam, und uns wurde erklärt, wie die LKWs ihren Müll in die Müllverbrennungsanlage liefern. Danach sind wir rausgegangen und uns wurde erklärt, auf welchen zwei Wegen der Müll in die Müllverbrennungsanlage geliefert wird. Wir sind wieder reingegangen und dort haben wir gesehen, wie der Müll auf den Fließbändern getrennt wird. Dann sind wir alle in den 25. Stock gefahren. Als wir angekommen sind, sind wir direkt zu den Greifern, die den Müll in die Öfen tun, gegangen und da haben wir die Greifer in Aktion gesehen. Wir sind dann wieder runtergefahren und haben in die Öfen durch ein Guckloch gesehen und haben uns ein Diagramm von den vier Öfen angesehen. Darauf sind wir noch zum Generator, der mit Dampf angetrieben wird, gegangen und dann sind wir noch zur Zentrale und noch zu den Rohren, die zum Schornstein führen, gegangen, und dort haben wir noch Schwefelwasser und noch ganz viele Rohre gesehen. Dann sind wir alle noch zu den Schornsteinen gegangen.

Wir fanden den gestrigen Tag echt gut und wir haben viel gesehen.“

Am Donnerstag ging die Gruppe bewaffnet mit blauen Müllsäcken und Zangen in die Erftauen und sammelte dort Müll. Viele Zigarettenstummel, Lebensmittelverpackungen, Taschentücher und sogar die Fußmatte eines Autos wurden so aus der Natur geholt und entsorgt. Nebenbei durften die Kinder aber auch auf dem Spielplatz spielen. Am Ende der 2 ½ Stunden kam eine beachtliche Menge an Müll zusammen.

Am Freitag stellten sich die Schüler gegenseitig ihre Projektergebnisse vor und bereiteten alles für den Tag der offenen Tür vor, wo sich begeisterte Besucher über das Projekt informieren konnten und vielleicht auch dazu gebracht wurden, über das eigene Abfallverhalten nachzudenken.

Fabian Masuhr