Zwischen dem 21. und dem 23. April hatte jede achte Klasse einen ökologischen Exkursionstag. Mit Unterstützung des Naturpark-Zentrums Gymnicher Mühle haben die Schüler*innen anhand verschiedener Parameter die Erft untersucht. Hier lag der Schwerpunkt im renaturierten Bereich innerhalb der Erftauen.
Die Klassen wanderten nach der ersten Stunde in Richtung Erft, wo wir freundlich von Biologen des Naturpark-Zentrums in Empfang genommen wurden. Nach einer kurzen Einführung, in der beispielsweise die Veränderung des Erftverlaufs in den letzten 10 Jahren beschrieben und erklärt wurde, durften die Schüler*innen selbst naturwissenschaftlich arbeiten.
Zunächst haben sie sich hauptsächlich mit dem Aussehen der Erft und des Uferbereichs beschäftigt. Hierbei half ihnen ein Fragenkatalog, an dem sie sich entlanghangeln konnten. Der zweite Teil der Untersuchung waren physikalische und chemische Messungen. So bestimmten die Achtklässler*innen die Temperatur, den pH-Wert, Geruch und Trübung des Wassers und auch die Fließgeschwindigkeit mithilfe einer Gummiente, eines Maßbandes und einer Stoppuhr.
Der letzte Teil dieses Tages war das Fangen, Bestimmen und Zählen von verschiedenen Tieren. Einige Schüler*innen haben sich Gummistiefel angezogen und gingen mit Keschern bewaffnet in die flachen Bereiche der Erft, um Tiere unter Steinen, aus dem Uferbereich oder im Schlamm einzufangen. Manche Schüler hatten auch den Ehrgeiz einen Fisch zu fangen; es gelang keinem! Stattdessen fanden sie unzählige Bachflohkrebs, Fliegenlarven, Wasserschnecken, Würmer, Libellenlarven und eine Gruppe fand sogar einen Wasserskorpion (keine Sorge, die sind nicht giftig!). Die Gruppen betrachteten die Tiere anschließend unter Stereomikroskopen ganz genau.
Am Ende des Tages konnten die Klassen der Erft im renaturierten Bereich eine gute ökologische Qualität attestieren. Nicht alles war im optimalen Bereich, aber dennoch kann man sagen, dass die Erft aus dem Umbau vor ein paar Jahren eindeutig profitiert hat.
Lukas Greven und Fabian Masuhr

