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Lernen mal anders – Projektwoche am EFG

Vom 7. bis zum 11. November fand am Emil eine Projektwoche statt, die allen Schülerinnen und Schülern ein interessengeleitetes Lernen über den Lehrplan hinaus ermöglichte.

Schon vor den Herbstferien konnten alle Lernenden auswählen, ob sie an einem der über 30 angebotenen Projekte teilnehmen oder mithilfe eines Praktikums in einen Beruf hineinschnuppern wollten. Besonders war dabei, dass selbst einige Schüler aus den 5. Klassen einen Praktikumsplatz ergatterten: So waren einige junge Schüler z.B. auf einem Bauernhof, in einem Blumengeschäft oder an der Universität.

Aber auch die Projekte in der Schule konnten sich sehen lassen. So wurde z.B. angeboten, ohne Strom oder nur mit gespendeten und geretteten Lebensmitteln zu kochen, alte Kleidungsstücke wurden im Projekt „textiles Upcycling“ professionell mit Nähmaschinen zu neuen Schätzen umgearbeitet oder Schülerinnen und Schüler lernten, selbst Papier durch eigenes Schöpfen herzustellen, um es dann z.B. für Weihnachtskarten zu verwenden. Die Lernenden staunten aber auch im Projekt „Von gestern für morgen lernen“ nicht schlecht, als ihnen z.B. gezeigt wurde, wie viel Zucker in Lebensmitteln steckt oder wie man Häuser zukunftsorientiert baut. Interaktiv wurde es z.B. im Projekt „A la découverte de la Belgique“, bei dem zunächst aus Euskirchen heraus eine Rallye für die Stadt Liège erstellt wurde, die dann vor Ort erprobt und ggf. verbessert wurde. Sicher können sich nun auch alle Emilianer fühlen, da im Projekt „Richtig helfen können an Land und im Wasser“ z.B. ein Erste-Hilfe-Kurs und das Rettungsschwimmabzeichen erlangt wurden. Auch Musikbegeisterte kamen voll auf ihre Kosten: Im Projekt „Sing your song, play your song“ konnte nicht nur im Klassenzimmer gesungen werden, sondern auch am Tag der offenen Tür am 12. November im Treppenhaus vor großem Publikum. Geschichtsbegeisterte Schülerinnen und Schüler lernten nicht nur in der Schule verschiedene Facetten des Lebens der Römer und Spiele, wie z.B. das Orca-Spiel, kennen, sondern konnten auch in der Römertherme in Zülpich mehr über die Badekultur in der Römerzeit erfahren. Im Projekt „Colombo Bicycle Club“ reparierten die Teilnehmer knapp 50 alte und kaputte Fahrräder, um diese an Schülerinnen und Schüler in Sri Lanka zu spenden. Richtig ruhig war es dagegen in der „Schreibwerkstatt Zukunft“, bei der neben lustigen Geschichten mithilfe von Knickgeschichten auch sensationelle Romananfänge entstanden. Kritisch hinterfragt wurde dagegen im Projekt „Antidiskriminierung im Fußball“, bei dem die Lernenden sowohl praktisch in der Soccerhalle Fairness erproben konnten als auch theoretisch ins Thema einstiegen, als sie in der BayArena ein Seminar zum Thema besuchten.

Auch die Schülerinnen und Schüler waren nach dieser Woche begeistert von dieser Lernwoche der ganz besonderen Art, was die folgenden Zitate und die Collage erkennen lassen:

Ist jetzt schon die sechste Stunde?“ (Projekt „Schreibwerkstatt Zukunft“)

Man, ist der schwer“, als der Papierverbrauch eines Deutschen pro Jahr im Projekt „Papier herstellen“ illustriert wurde

Reden kocht keinen Reis, Mach voran“ (Köchin Ruth Decker aus dem Projekt „Kochen mit gesunden und geretteten Lebensmitteln“).

„Prima Klima!?“  im Deutschen Museum

Endlich mal wieder einen gemeinsamen Ausflug nach den langen Coronabeschränkungen unternehmen, dachte sich die Klasse 8c und ihr Klassenlehrer Herr Steffin. Im Rahmen des Erdkundeunterrichts wurde der außerschulische Lernort „Deutsches Museum“ in Bonn besucht und am Workshop „Prima Klima!?“ teilgenommen. Dabei hat den Großteil der Organisation dieses Tages das Deutsche Museum selbst übernommen. Denn der Förderverein des Museums unterstützt Schulklassen aus den Flutregionen von 2021 und übernimmt die Organisation sowie die Kosten für die Busfahrt nach Bonn, den Workshop sowie ein Lunchpaket.

Vor Ort wurden wir freundlich empfangen und mit Hilfe einer kurzen Power-Point-Präsentation auf den Workshop eingestimmt. An vier arbeitsteiligen Stationen wurden Experimente zu Kohlenstoffdioxid, Wasser, zum Umweltschutz und zur Energiegewinnung und -speicherung durchgeführt. Spannende Fragen wie z.B.: Lässt sich Kunststoff trennen? Welche Eigenschaften hat neben Kohlenstoffdioxid das Treibhausgas H2O?, konnten im Workshop mit Hilfe der Experimente beantwortet und im Anschluss präsentiert werden.

Nach dem Workshop blieb noch kurz Zeit für einen ersten Einblick in das Museum. Um die vielen verschiedenen interaktiven Ausstellungsstücke zum Thema „Künstliche Intelligenz“ aber näher auszuprobieren, hätte es noch wesentlich mehr Zeit bedurft.

Experimentieren macht bekanntlich hungrig. Um so schöner, dass zum Schluss unseres Besuchs alle Teilnehmer noch ein leckeres Lunchpaket überreicht bekamen. Gut gestärkt sowie gut gelaunt machten wir uns danach auf den Heimweg zurück zum EFG.

 

Alija Magomedkhadzhieva, Christian Steffin

Wir machen alte Fahrräder wieder flott – Schüler*innen unterstützen die Aktion „Bikes for Sri Lanka“

„Nicht reden, sondern machen“ ist derzeit das Motto von 25 Schüler*innen aus den Jahrgangsstufen 7 bis Q1, die im Rahmen der Projektwoche so viele alte Fahrräder wie möglich reparieren, damit bedürftige Kinder und Erwachsene in Sri Lanka wieder mit dem Fahrrad zur Schule fahren können.

Die Bevölkerung in Sri Lanka leidet derzeit sehr stark unter politischen Unruhen, Corona, wirtschaftlichen Problemen und insbesondere extrem gestiegenen Energiekosten. Die Schulen sind häufig geschlossen, da aufgrund von Treibstoffmangel Schüler und Lehrer den weiten Weg zur Schule nicht zurücklegen können. Um dieses dringende Transportproblem in Sri Lanka zumindest lokal etwas zu mildern, engagiert sich der Rotary Club Euskirchen. Geplant ist es, 400 Fahrräder nach Sri Lanka zu schicken, damit die Menschen nicht mehr auf Busse angewiesen sind.

Hierbei möchten wir den Rotary Club Euskirchen tatkräftig unterstützen, indem wir einige der Fahrräder reparieren, um sie vor Ort direkt nutzen zu können. „Unsere Schüler*innen haben direkt mit vollem Eifer los gelegt“, erklärt Herr Erning begeistert, der das Projekt zusammen mit Herrn Steffin unter dem Namen „Colombo bicycle club“ ins Schulleben integriert hat. Nach zwei Tagen haben die talentierten „Zweiradmechaniker“ bereits 30 Fahrräder wieder auf Vordermann gebracht.

Solch ein Projekt lässt sich natürlich nur realisieren, wenn es viele helfende Hände gibt. Dank der großzügigen Unterstützung von HaPe-bikes aus Stotzheim, die Werkzeug und Material für die Reparatur bereitgestellt haben und der finanziellen Unterstützung des Fördervereins mit 500 Euro steht dem Gelingen nichts mehr im Wege.

 

Christian Steffin 

 
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